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La 108-a UK

Torino — Italio

29 de julio — 5 de aŭgusto 2023
La 108-a UK
tekokongresaj rezolucioj → uk-rezolucioj
Resolution des 108. Esperanto-Weltkongresses
Einwanderung – Zusammenkommen menschlicher Werte

Die 1.318 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 108. Esperanto-Weltkongresses, der vom 29. Juli bis 5. August 2023 in Turin, Italien, stattfand, befassten sich mit dem Thema „Einwanderung – Zusammenkommen menschlicher Werte“. Die Kongressgäste aus 69 verschiedenen Ländern diskutierten nicht nur über das Thema, sondern sie erlebten und lebten es: Da alle Teilnehmer die internationale Sprache Esperanto beherrschen, standen keine Sprachbarrieren zwischen ihnen; ganz im Sinne des Kongressthemas kamen die menschlichen Werte der Anwesenden in harmonischer Atmosphäre zusammen.

Viele Esperanto-Sprecher berichteten von ihren eigenen Erfahrungen als Einwanderer. Sie betonten, dass die Kenntnis der Sprache Esperanto zwar dazu beitrage, Unterstützung beim Start in ein neues Leben zu erhalten; das Erlernen der Landessprache des jeweiligen Landes sei jedoch unerlässlich, um sich in die Gesellschaft integrieren zu können.

Dies gilt für alle Migranten – unabhängig davon, ob sie sich freiwillig für den Umzug in ein anderes Land entschieden haben oder ob sie aufgrund von Krieg, Armut oder Verfolgung aus ihrem Heimatland fliehen mussten.

Die Kongressteilnehmer stellten Folgendes fest:

  1. Die Zivilgesellschaft in der Gastgeberstadt Turin ist ein Musterbeispiel für die Integration von Migranten und insbesondere Flüchtlingen in die Gesellschaft.
  2. Mit Besorgnis nehmen die Kongress-Teilnehmer zur Kenntnis, dass die Zahl der Flüchtlinge weltweit im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 100 Millionen überschritten hat. Wir warnen davor, dass aufgrund des Klimawandels immer mehr Menschen gezwungen sein werden, ihre Heimat zu verlassen.
  3. Wir fordern alle Staaten der Welt auf, die Ursachen unfreiwilliger Migration zu beenden und wir unterstützen die Bemühungen der Vereinten Nationen und der anderen internationalen Organisationen, die Probleme zu lindern oder zu lösen.
  4. Wir appellieren an die Staaten, in die Flüchtlinge kommen, sie aufzunehmen und ihnen jede Unterstützung zu geben, damit sie sich ein unabhängiges, freies Leben aufbauen können. Wir sind davon überzeugt, dass Migration letztlich zu einer reicheren Kultur und einer wohlhabenderen Gesellschaft in diesen Aufnahmeländern führt. Wir erkennen den historischen Wert der Migration an – Migration ist eine Grundlage für die Entwicklung der Menschheit.
  5. Wir appellieren an alle Staaten, zu gewährleisten, dass Migranten ohne sprachliche Diskriminierung und ohne sonstige Diskriminierung leben können. Mit anderen Worten: Wir appellieren an alle Staaten, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 zu folgen.
  6. Heute, 75 Jahre nach der Verabschiedung der Erklärung der Menschenrechte, stellen wir mit Sorge fest, dass diese Rechte in vielen Teilen der Welt nicht respektiert werden.
  7. Deshalb solidarisieren wir uns mit Flüchtlingen und betonen, dass Menschenrechte universelle Rechte sind, die für jeden Menschen weltweit gelten, auch für Migranten.

Turin, Italien, 5. August 2023

(Elesperantigis Google tradukilo, Thomas Bormann, Lu Wunsch-Rolshoven)

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